Kikli Motion: Kinderklinik in Bewegung

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Kikli Motion: Kinderklinik in Bewegung

Mit einem neuen Angebot sollen Sport und Bewegung an der Kinderklinik des Inselspitals Bern gefördert und in die Behandlung integriert werden. Denn Inaktivität durch längere Spitalaufenthalte oder chronische Erkrankungen beeinträchtigt das physische und psychische Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen nachweislich. Durch regelmässige Bewegung wird der Heilungsprozess und somit die Rückkehr in den Alltag gefördert. Die entwickelten Bewegungsangebote sollen langfristig Patientinnen und Patienten in allen Kinderkliniken der Schweiz zugänglich gemacht werden.

Projekthintergrund

In der Schweiz sind hospitalisierte Kinder und Jugendliche oft körperlich inaktiv. Längere Krankenhausaufenthalte und die daraus resultierende reduzierte Mobilität führen zu einem erheblichen Bewegungsmangel, der sowohl die körperliche wie auch psychische Gesundheit der Patientinnen und Patienten beeinträchtigt. 

Trotz der bekannten Vorteile werden Bewegungsangebote in Schweizer Kinderkliniken aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen und mangelnder Unterstützung durch Krankenkassen bisher nicht realisiert. Zudem fehlt es in der Kindermedizin häufig an Bewusstsein und Fachwissen über die Bedeutung von Sport und Bewegung. Auch das medizinische Personal, einschliesslich der Ärztinnen und Ärzte, verfügt oft nicht über die erforderlichen Fachkenntnisse, um Bewegung als festen Bestandteil der Therapie zu integrieren. Dieses Problem besteht auch in der Inselgruppe, dem grössten Spitalzentrum der Schweiz.

Mit einem umfangreichen Bewegungsprojekt soll deshalb ein Angebot für Aktivitäten in der Kinderklinik des Inselspitals etabliert werden, um so einerseits die dortigen Ärztinnen und Ärzte, Pflegenden, Eltern, Patientinnen und Patienten für die Relevanz der Bewegung im Heilungsprozess zu sensibilisieren. Zugleich soll aber auch der Austausch mit weiteren Kinderkliniken etabliert und über die Grenzen der Berner Kinderklinik hinaus ein Umdenken in der pädiatrischen Therapierung angestossen werden.

Projekt Lead

Das interdisziplinäre Projekt wird von PD Dr. Valentin Benzing, Advanced Postdoctoral Researcher am Institut für Sportwissenschaft, Abteilung Sportpädagogik der Universität Bern, und PD Dr. Dr. med. Eva Brack, Oberärztin am Zentrum für Kinder- und Jugendonkologie, Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Inselspital, Universitätsspital Bern geleitet.

Was Sie bewirken

Durch positive Bewegungserfahrungen soll die Motivation für körperliche Aktivität gefördert und das Gefühl der Selbstwirksamkeit gestärkt werden. Gleichzeitig unterstützt das Angebot eine langfristige Reintegration in den normalen Alltag nach schweren Erkrankungen. Darüber hinaus sollen schweizweit Best-Practice-Ansätze für Bewegungsangebote in Kinderkliniken entwickelt und etabliert werden.

Finanzbedarf

Das Projekt ist vorerst auf eine Dauer von vier Jahren ausgerichtet. Die Gesamtkosten für diesen Zeitraum belaufen sich auf CHF 1.44 Mio. Darin enthalten sind die Projektleitungskosten, die Gehälter für die Therapeutinnen und Therapeuten, die Kosten für Projektkoordination, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie Materialkosten für Sportgeräte.

Factsheet

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Bildquelle

© Lars Rehbein